Mangelnder Selbstwert – Hypnose als echter Gamechanger
Welchen Wert schreiben Sie sich selbst zu? Das Selbstwertgefühl ist maßgeblich davon abhängig, welches Gefühl uns von unseren Eltern während der Kindheit vermittelt wurde, da sich in der Kindheit dieses Gefühl erstmals entwickelt und damit prägend für das ganze Leben ist. Natürlich spielen auch spätere Lebensereignisse und Gefühle weiterhin eine Rolle dabei, welchen Wert man sich selbst zuschreibt.
Im Übrigen muss es manchmal gar nicht so offensichtlich geschehen, dass Eltern ihren Kindern nicht genügend Liebe und Beachtung schenken. Auch Trennungen, Eheprobleme, Alkoholsucht der Eltern, etc. können manchmal auslösend sein für ein mangelndes Selbstwertgefühl des Kindes, da dem Kind i. d. R. noch die Reflektionsfähigkeit fehlt, als dass es verstehen könnte, dass es nicht seine Schuld ist, wenn in der Familie Probleme auftreten. Auch schlicht das eigene Gefühl der Unzulänglichkeit bei Eltern kann sich über die sogenannten Spiegelneurone (=Nervenzellverbände im Gehirn, die für das Spiegeln von Emotionen zuständig sind) auf das Kind übertragen.
Viele Menschen leiden daher viele Jahre – oft seit der Kindheit schon – an einem mangelnden Selbstwertgefühl.
Anzeichen dafür sind z. B.:
- Starke Selbstkritik
- Sich selbst vor anderen schlechtreden (Bsp.: „Ich bin so doof.“)
- Sich die eigene Meinung nicht äußern trauen
- Die eigenen Leistungen nicht würdigen
- Immer wieder das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein
- Von der Kritik anderer sehr gekränkt sein
- Nicht für sich und seine Bedürfnisse einstehen können
- Sich nicht genug abgrenzen können
- Immer wieder „Ja“ sagen, auch wenn man „Nein“ sagen will
- Sich über Leistung definieren
- Sich nichts gönnen
- Sich ständig entschuldigen (da man sich schnell schuldig fühlt)
- Meinen, sich verstellen zu müssen, um gemocht zu werden
- Sich nichts zutrauen
- Starkes Bedürfnis, alles zu kontrollieren
- Übermäßige Eifersucht
All das macht das Leben auch nicht gerade leicht, ganz im Gegenteil: Ein ausgeprägter innerer Kritiker kann es einem ganz schön schwer machen. Umso wertvoller, wenn es eine Möglichkeit gibt, sich aus dieser Spirale des sich Schlechtfühlens, des sich Nicht-gut-genug-Fühlens, zu befreien.
Eine sehr effektive Methode, um mit einem mangelnden Selbstwertgefühl ein für alle mal aufzuräumen, ist die auflösende Hypnose.
In Hypnose können Glaubenssätze wie „Ich genüge nicht.“ oder „Ich bin schuld.“ aufgedeckt und als Emotionen abreagiert werden. Oft sitzen die schmerzvollen Gefühle sehr tief, da sie, wie oben beschrieben, oft seit der Kindheit bestehen. Nicht selten kommt es daher in der Hypnose vor, dass Patienten in ihre Kindheit regredieren. Dabei werden meist alte, „vergessene“ Gefühle nochmal reaktiviert und neu gespürt und haben in der Hypnose sodann die Möglichkeit, in Form einer Abreaktion den Körper zu verlassen. Die Abreaktion geschieht ganz automatisch. Dazu braucht der Klient nichts weiter zu tun, als sich in der Trance tief auf seine Gefühle einzulassen. Der Körper befreit sich dann beispielsweise durch Weinen, Zittern, einem wütenden Stampfen, manchmal auch nur einem leichten Zucken oder Aufschnaufen, etc. von den belastenden Emotionen wie Trauer, Wut oder Scham und Schuld.
Ich begleite den Prozess, indem ich mit meinen Klienten hier gemeinsam durch die Gefühlstäler hindurchgehe. Am Ende erwartet uns „als Belohnung“ eine Aufhellung und ein Loswerden der negativen Gefühle und Gedanken über Sie selbst. Dies wird sich auch im Alltag zeigen, indem Sie sich fortan mehr zutrauen, authentischer sein können, Ihre Bedürfnisse, wie auch Ihre Grenzen deutlicher nach Außen tragen und zu Ihrer Meinung stehen. Kurz gesagt: Sie werden sich selbst verbundener mit sich selbst fühlen und sich mehr wertschätzen und achten können.
Das Thema Selbstwert oder Selbstwertverletzung liegt mir in der Hypnosetherapie ganz besonders am Herzen. Ich selbst habe als Jugendliche bereits mit allem Möglichen versucht, mein „Niedrigstapler-Syndrom“ zu verbessern. Ich erinnere mich an eine eher von Schüchternheit geprägte Kindheit und Jugend. Besonders in der Schulzeit litt ich sehr darunter, dass ich mich einfach nicht traute, mich zu melden, meinen Mund aufzumachen, um das zu sagen, was ich doch wusste. Dadurch wurde ich von Lehrern natürlich oft unterschätzt, was wiederum meinem inneren Gefühl von „Ich bin nicht gut genug.“ entsprach. Ein Glaubenssatz, der schon früh begann. Wahrscheinlich hatte er sich wohl bei mir eingestellt, als Resultat aus dem ständigen Vergleich mit dem Können und Wissen meiner fast 4 Jahre älteren Schwester, generell einem sehr empfindsamen Naturell und einem eher autoritären Erziehungsstil meiner Eltern sowie sehr autoritärer Lehrer während meiner Schulzeit.
Durch die Ausbildung zur Hypnosetherapeutin bin ich dem Thema Selbstwert nochmal neu begegnet, obwohl ich glaubte, längst kein Thema mehr damit zu haben. Ich weiß noch, als ich nach der ersten Präsenzhypnose damals hinterher kerzengerade aufstand und das Gefühl hatte, mich innerlich komplett aufgerichtet zu haben. Ich sprach mich zuvor in Trance von jeglicher Schuld und Scham frei.
Ich kenne also selbst die Wirkung von Hypnose und freue mich, dieses kraftvolle Werkzeug in meiner Praxis für Hypnosetherapie anzuwenden und Menschen zum Beispiel auf ihrem Weg zu einem besseren Selbstwertgefühl zu begleiten.



