Hypnose bei Depression

Wie entstehen Depressionen?

Hier möchte ich zunächst zur Erklärung das Vulnerabilitäts-Stress-Modell beschreiben. Demnach gibt es eine durch Genetik und lebensgeschichtliche Erfahrungen, z. B. Traumata eine individuelle Vulnerabilität bei jedem Menschen. Vulnerabilität könnte man auch mit Verletzlichkeit übersetzen. Je nach vorhandener Verletzlichkeit/ Vorbelastung kommt das Fass dann entsprechend schneller zum Überlaufen, wenn man im Leben dann mit diversen Krisen konfrontiert wird. Krisen gibt es vielfältige, z. B. der Verlust eines nahestehenden Menschen, oder der Verlust des Arbeitsplatzes, Mobbing  oder eine schwere Krankheit, etc. Eine erhöhte Vulnerabilität geht damit also einher mit einer erhöhten Auftretenswahrscheinlichkeit von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen.

Wer demnach kaum vorbelastet ist, durch eine Kindheit ohne Traumata und ohne grobe Erziehungsfehler, hat also schonmal ein ganz gutes Gerüst für alles, was dann im Laufe des Lebens so an Krisen daherkommen kann. 

Ist bereits eine Vorbelastung durch Erlebnisse in der Kindheit oder auch (epi)genetisch gegeben, wirkt sich das mitunter auf die nervliche und seelische Resilienz aus. Zum Glück gibt es nicht nur eine grundlegende Vulnerabilität, sondern auch Ressourcen, die wir mitbringen. Sei es die Erinnerung an die Großmutter, bei der man immer gern war oder eigene Kinder. Manchmal sind es auch Werte wie z. B. ein starker innerer Glaube an das Gute, die eine solche Ressource darstellen. Und manchmal sind es die kleinen Dinge, wie der Spaziergang in der Natur oder der Sonnenschein, der uns wohlig warm auf der Haut kitzelt, die Lieblingsspeise oder der Lieblingssong im Radio.

Ist das Maß an zu verkraftenden Krisen allerdings mal voll und sozusagen schon am Überlaufen, dann verliert man leider mitunter an diesen schönen Dingen Freude und Interesse. Nichts fühlt sich mehr schön an und wir fühlen uns nur noch miserabel und vermögen uns, bildlich gesprochen, die Sonne hinter den Wolken nicht mehr vorzustellen. Alles scheint gleichgültig und trist zu sein, manchmal entsteht ein Gefühl der inneren Leere. Ein Zustand, in dem man definitiv Hilfe in Anspruch nehmen sollte, um nicht weiter darin zu versinken.

An der Stelle ein wichtiger Hinweis: In meiner Praxis für Hypnosetherapie vermag ich es nicht, Menschen zu behandeln, die suizidal gefährdet sind bzw. mit dem Gedanken spielen, sich das Leben zu nehmen. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie darf ich eine Therapie nicht für Menschen mit wirklich schweren Depressionen anbieten. Hier werden andere Therapeuten und vor allem Fachärzte,  sog. Psychiater benötigt, die auch Medikamente verordnen dürfen. Sinnvoll ist in manchen Fällen auch eine stationäre Aufnahme, um wirklich sicherzustellen, dass Betroffene in solchen Ausnahmesituationen des Lebens sicher betreut und engmaschig begleitet werden. Ich behandle in meiner Praxis nur Klienten mit leichten bis mittelgradigen Depressionen. 

 

Was vermag die Hypnosetherapie bei leichten bis mittelgradigen Depressionen?

Hypnose vermag generell das, was Sie an belastenden Erfahrungen in Ihrem Leben gemacht haben, durch Abreaktionen wieder aus dem Körper herauszuwaschen. Sprich, Sie können dadurch ganz oder größtenteils von Ihrem Ballast befreit werden. Ich hatte mal einen Klienten, nennen wir ihn hier Paul, der sehr viel Trauriges erlebt hatte, darunter mehrere Todesfälle im Familien- und Freundeskreis und zuletzt der Verlust des Arbeitsplatzes. Irgendwann kam der Punkt, an dem Paul einfach trist und gleichgültig wurde. Er kam zu mir in die Hypnosetherapie. 

In Trance dauerte es zunächst ein paar Sitzungen, bis Paul tiefer an die Gefühle der Trauer herankam. Auch anfangs konnte er zwar eine gewisse Traurigkeit spüren, aber er spürte gleichzeitig eine innere Blockade. Er erinnerte sich dann in der dritten Hypnosesitzung an Glaubenssätze aus der Kindheit, die lauteten: „Ich darf nicht weinen.“ „Ich darf nicht schwach sein.“ Als er sich an seine Kindheit zurückerinnerte, an die Zeit und Erlebnisse, durch die diese Glaubenssätze entstanden waren, konnte die Trauer, die er so oft und so lange unterdrückt hatte, endlich aus ihm herausfließen und er konnte seit langem erstmals wieder richtig weinen. Hinterher fühlte er sich unglaublich erleichtert und befreit. Er fühlte neben dieser Erleichterung zudem wieder eine ganz neue positive Lebensenergie in seinem Körper.

In der Hypnose können belastende Gefühle noch viel effektiver als im Wachzustand zugänglich gemacht werden und in Emotionen verwandelt werden. Durch Abreaktionen, wie Weinen bei starker Trauer mit höchster Intensität durch den Trancezustand, kann mitunter schon in nur einer Sitzung sehr viel Ballast aufgelöst werden. In jeder weiteren Hypnosesitzung geht der Patient wieder dahin, wo der Schmerz noch sitzt. Das eigene Unterbewusstsein steuert den Prozess, sodass der Hypnotisand sich stets sicher sein kann, dass nur so viel aufgelöst und bearbeitet wird, wie er gerade zu tragen vermag. Das Unterbewusstsein hat hier seine Widerstände und seine eigenen Schutzmechanismen. Wichtig ist es daher für die Hypnosetherapie, dass Sie schon mit einem Mindset zur Therapie kommen, dass Sie nichts aktiv tun müssen, sondern sich einfach ganz auf den Prozess des Unterbewusstseins einlassen dürfen. Ich begleite Sie durch die tiefen Täler, Sie müssen da nicht allein durch.  

Wenn Sie von meiner Beschreibung den Eindruck haben, dass ich Ihnen helfen kann, dann melden Sie sich gern bei mir für ein 15-minütiges kostenfreies Telefonat, um mich kennenzulernen und etwaige Fragen zu klären. 

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